Jedes Jahr erreichen uns zahlreiche Anfragen zum Thema Scanner und ob wir eine Empfehlung aussprechen können. Wie bei den meisten Anschaffungen hängt es auch hier davon ab, wofür Sie das Gerät nutzen möchten. Die Anforderungen variieren nicht nur hinsichtlich des Workflows, sondern auch in Bezug auf die genutzte Software und die Art der technischen Einbindung. Im folgenden Artikel haben wir die wichtigsten Fakten einmal zusammengetragen und fünf Geräte unter die Lupe genommen.

Allgemeine Anforderungen

Robustes Papierhandling 

Gute Scanner haben Transportrollen auf beiden Papierseiten und kommen so auch mit problematischen Vorlagen zurecht. Nicht ist ärgerlicher als Papierstau oder gar durch den Fehleinzug zerknitterte Originale. Viele Geräte haben auch eine Ultraschall-Mehrfacheinzugserkennung um die Originale vor Beschädigung zu schützen.

Duplexscan

Ein Dokumentenscanner sollte beide Seiten in einem Durchlauf scannen. Ein mechanisches Wenden im Einzug verlangsamt den Scanvorgang enorm und erhöht das Risiko von Papierstau. Eine automatische Leerseitenerkennung ist in jedem Fall wünschenswert!

Einfache Bedienung

Der Scanvorgang soll einfach ohne viel Rumgeklicke von statten gehen. Im Idealfall wählt man direkt am Gerät ein Scanprofil aus und das Gerät weiß dann was zu tun ist. „Es sollte so einfach zu bedienen sein, wie eine Kellnerkasse.“

Flachbett

Ansichtssache…
Oft gibt es für die wenigen Dokumente, bei denen Flachbett notwendig ist (z.B. gebundene Verträge) einen Digitalkopierer als Ausweich-Scanmöglichkeit.

Softwarebeigaben

Spielen im typischen DATEV-Workflow keine Rolle.

Anforderungen an Scanner nach Verwendung

DMS

Unternehmen Online

Anforderung nach der Art der technischen Einbindung

WTS-Umgebungen

ASP-Umgebungen

 

Grundsätzlich muss man bei Herstellerangaben sehr skeptisch sein, wenn von Netzwerktauglich gesprochen wird. Oft ist hier nur gemeint, dass das Gerät ans Netzwerk angeschlossen wird – die Bedienung dann aber wie bei einem lokalen Scanner funktioniert. Das ist im WTS oder gar ASP-Umfeld untauglich.

Vorsicht ist auch bei bestimmten Scannern aufgrund bestimmter funktionaler Einschränkungen geraten.
Z.B. die Scanner der Fujitsu ScanSnap Reihe können grundsätzlich keine TIFF-Dateien erzeugen und bieten keinerlei Schnittstellen zu anderer Software (TWAIN).

Spezielle Scanner wie z.B. die Kamerascanner von SCEYE lassen sich manchmal nur mit Mühe in den typischen Programm-Workflow integrieren.

Dann gibt es auch noch ausgewachsene Paketlösungen, die Scanner, Bedien-PC und eine Workfloworientierte Software mitbringen. Z.B. Lösungen der Scanfabrik. Das könnte bei hohem Scanvolumen mit aufwandsreduziertem Workflow was sein.

Konkrete Geräteempfehlungen mit den wir Erfahrungen haben

Brother ADS-2800W

„echter“ Netzwerkscanner
Max. 25 Scanziele
Max. 48 Favoriten auf dem Bedienfeld

Plus
Minus

Fujitsu fi-71xx oder 72xx (mit Flachbett)

lokaler Scanner

Plus
Minus

Fujitsu N7100

„echter“ Netzwerkscanner

Plus
Minus

Kodak-ScanStation 710

„echter“ Netzwerkscanner

Plus
Minus

Brother ADS-1600W

„echter“ Netzwerkscanner
Der kleine Bruder vom ADS-2800W und eher als persönlicher Arbeitsplatzscanner geeignet

Plus
Minus